Götter und Göttinnen

Das Alte Ägypten ist ein Musterbeispiel für den Polytheismus, den Vielgötterglauben. Alles, die Sonne, das Leben, die Liebe und der Tod, ist einem Gott geweiht, der über alles bestimmt und wacht.
Hier möchte ich euch einen Überblick über die verschiedenen Gottheiten geben.

Achtheit

Viele kosmologische Systeme nahmen ursprüngliche Gruppen von neun Göttern (Neunheit ) an. Das System von Hermopolis bestand dagegen aus einem Kollegium von acht Göttern, daher rührt auch der ägyptische Name der Stadt, Chemenu, "Stadt der Acht". Die Sonne war danach von vier Götterpaaren erschaffen worden, dessen Gestalten, Frosch und Schlange, von der Fauna der Sümpfe im Nildelta inspiriert wurden und das Urgewässer symbolisierten. Diese Götter besaßen auch noch andere Wesenszüge, die in ihren Namen offenbar werden, ein Aspekt wird dabei jeweils aus einer männlichen und einer weiblichen Komponente gebildet. Das erste Paar wurde von Nun und Naunet, dem Urozean, gebildet; das zweite Paar war Heh und Hehet, die Unendlichkeit des Raumes; das dritte Kek und Keket, die Dunkelheit; das vierte Niau (der sich entfernt) und Niat oder Amun (der Verborgene). Die Priesterschaft von Theben akzeptierte einen solchen Platz für Amun nicht. Sie bemächtigte sich der Achtheit und erfand eine Schlange, eine Erscheinungsform des Amun, die Kematef "der seine Zeit erfüllt hat". Sie starb nachdem sie die Schlange Irta geboren hatte, eine andere Erscheinungsform des Amun, welche die Achtheit schuf. Kematef wurde zum uranfänglichen Schöpfergott Amun von Karnak, Irta zum Amun von Luxor. Auf diese Weise machte die Priesterschaft Thebens aus der Stadt Theben die Wiege der Götter der Achtheit, die nach dem Abgang nach Hermopolis zur Durchführung ihres Schöpferaktes, nach Theben zurückgekehrt seien, um auf dem Hügel von Djeme in Medinet Habu zu sterben. Dort empfingen sie noch am Ende der griechischen Zeit einen Kult.

 

Aker 

Er war ein Erdgott prähistorischen Ursprungs. Im Allgemeinen wurde er in Gestalt von zwei manchmal menschenköpfigen Löwen dargestellt, die Rücken an Rücken liegen, einer zur aufgehenden, der andere zur untergehenden Sonne gewandt. Seine Aufgabe war es, das Tor zur Erde zu öffnen, um die Barke des Re in die Unterwelt einzulassen. Aker führte diese während der unterirdischen Reise und sorgte für ihre Sicherheit. Er wird an mehreren Stellen in den Pyramidentexten erwähnt wo er als "Öffner" der Tore der Erde für den verstorbenen König erscheint, jedoch übersteigt seine Funktion die eines einfachen Wächters der Tores des Sonnenauf und -untergangs. Aker wurde insbesondere mit Horus verbunden, der Inkarnation des Königs. Vielleicht existierte ein "Buch des Aker", von dem Teile in Inschriften der Sargkammer des Ramses VI. ein einem Grab der XXVI. Dynastie und in einem Papyrus der Priesterschaft des Amun aus der XXI. Dynastie verwendet wurden.

Ammit

"Die große Fresserin", eine Dämonin mit einem Krokodilkopf, Löwenkörper und Nilpferdhinterteil. Ammit hatte Bedeutung im Totengericht; falls das Herz der Toten gegen die Feder der Maat zu schwer war, wurde es von Ammmit zerfleischt. Diese bedeutete die entgültige Vernichtung des Verstorbenen.

AmunAnat  

 

Anubis   

Anubis ist griechisch für den ägyptischen Gott Inpu. Sein Fest wurde bereits in der Zeit des Königs Aha erwähnt. Anubis stand allein dem Totenkult vor, bis zum Erscheinen des Osiris am Ende der V. Dynastie. Er war das Wappentier des 17. Oberägyptsichen Gaus, dessen Haupstadt Kasa (Cynopolis) ihn besonders verehrte. Er wurde stets in Hundegestalt oder Als Mann mit Hundekopf dargestellt. Die theologischen Texte bezeichnen ihn als den Sohn des Re (in den Pyramidentexten, als vierter Sohn des Re und Vater der Frischegöttin Qebehut) oder als Sohn des Osiris und der Nephthys, aber auch der Nephthys und des Seth, oder auch als Bruder des Osiris. Man schrieb ihm die Erfindung der Mumifizierung zu, im Osirismythos schickte Re ihn zu Osiris, damit er an diesem den Totenkult durchführe und ihn mumifiziere. Das Ritual der Mumifizierung war lediglich die Wiederholung dieses göttlichen Rituals. Der die Mumifizierung ausführende Priester schlüpfte in die Rolle des Anubis, indem er eine Maske mit dessen Zügen trug. Seine häufigsten Beinamen waren "welcher der Balsamierung vorsteht", "der auf seinem Berg ist", "Herr der Nekropole", "der im ut befindliche" ( Imi-ut, "ut" bezeichnet die Mumienbinden).

Anuket     

Göttin aus dem Gebiet des ersten Kataraktes. Ihr Kultzentrum lag seit Beginn des Alten Reiches in Elephantine, wo sie mit Satis und Chnum verbunden wurde. Mit ihnen bildete sie seit dem Neuen Reich eine Triade, als Tochter der beiden Gottheiten. Andererseits wurde sie als Tochter des Re angesehen. Dargestellt wurde sie als Frau mit einer Federkrone auf dem Kopf und einem Papyruszepter in der Hand. In Theben assoziierte man sie mit Hathor. So stellte man sie dar, wie sie dem kindlichen Pharao die Brust gab. Dadurch kam sie vielleicht zu ihrem Namen, dessen Wurzel etwa soviel wie "umarmen, umschlingen" bedeutet.

Apis

Bereits in der I. Dynastie kann man einen Kult des Apisstieres (ägypt. Hep), einer chtonischen Gottheit, dem Symbol der Fruchtbarkeit, nachweisen. Man verehrte ihn in Memphis, dort wurde er mit dem dortigen Stadtgott Ptah verbunden und galt als dessen Inkarnation. Zu Beginn des Neuen Reiches wurde er mit dem Gott Atum verbunden. Die Priester des Apis in Memphis, durchreisten das Land auf der Suche nach einem Stier, der die göttlichen Merkmale trug, um aus ihm den Nachfolger des regierenden Apis zu machen. Starb dieser, wurde er nach einem genau vorgeschriebenen Ritual mumifiziert und bestattet. Man brachte ihn dann in die Gewölbe des Serapeums, wo schon die anderen Inkarnationen beigesetzt worden waren. Danach wurde der neue Apis inthronisiert. Nachdem er dem Volk gezeigt worden war, wurde er in sein Heiligtum geführt, in dem er fortan mit seinem Harem von Färsen lebte. Er verließ es nur, um an Prozessionen teilzunehmen. Im Apieion, dem Tempel des lebenden Apis, empfing er die Opfergaben der Gläubigen und verkündete auch Orakel.

 

Das Vorbild der Apophis-Schlange für die Ägypter war wahrscheinlich die Pythonschlange. Das "Buch des Apophis" erzählt von den Kämpfen der "Harpuniere", der von Horus angeführten Begleiter des Re gegen Apophis und seine Anhänger. Horus spießt darin mit seinem Speer die Drachenschlange auf, die man danach im Jenseits wiederfindet, wo sie die Kräfte des Bösen symbolisiert. Dieser Rebell richtete sich immer wieder gegen Re. Wenn dieser mit seiner Barke die nächtlichen Gefilde durchfuhr, wo Apophis regierte, traf er stets auf die Schlange. Im 13. Kapitel des "Totenbuches" wird von den Kämpfen der Götter gegen Apophis erzählt. Im "Buch des Apophis" ist Seth ein Begleiter des Re, jedoch identifizierte die jüngere Theologie ihn mit der feindlichen Apophis-Schlange.Aton  

 

Die Sonnenscheibe, die spürbare Erschienungsform des Sonnengottes. Diese Gottheit tauchte unter der Regierung von Thutmosis IV. auf. Amenhotep III. zeigte eine große Vorliebe für diesen Gott, er nannte das Schiff, dass er seiner Gemahlin Teje schenkte "Glanz des Aton". Das Bedürfnis nach einer neuen Reichsgottheit, die Notwendigkeit, die Macht der Priesterschaft des Amun zu verringern und vor allem ein tiefes mystisches Sehnen trieben Amenhotep IV. dazu, Aton in den Rang des höchsten Gottes zu erheben. Mit Ausnahme von Re wurden die anderen Gottheiten vernachlässigt. Gegen Amun und seine Kult wurde eine Hetzjagd betrieben. Seine Priester wurden vertrieben und sein Kult verboten. Amuns Name wurde aus den Kartuschen der Königsnamen ausgemeißelt und durch Aton ersetzt. Kultzentrum des Aton wurde sein großer Tempel in Achetaton, der ihm zu Ehren unter Echnaton ("dem Aton wohlgefällig"), wie Amenhotep IV. sich später nannte, errichteten neuen Reichshauptstadt. Echnaton wurde der Prophet des Gottes, der einzige der ihn verstehen und den Menschen verständlich machen konnte. Als Quelle der Wärme, des Lichts, der Schönheit war Aton der Brunnen des Lebens, der Schöpfer aller Dinge, die Vorsehung und die Notwendigkeit, dessen Macht sich über ganz Ägypten erstreckte und auch über alle anderen Völker. Die Erhebung des Aton durch Echnaton gibt ihm einen monotheistischen und universalen Charakter, der erste Versuch in diese Richtung, welche die Geschichte kennt. 

Atum  

Schöpfergott mit solarem Charakter, ursprünglich Herr von Heliopolis. Er wurde in Gestalt eines Mannes mit der Doppelkrone dargestellt. Mit Schu und Tefnut verband man ihn zu einer Triade. Die heliopolitanische Kosmologie machte aus Atum den Urgott, der von selbst entstanden war und durch Ausspeien oder Masturbation Schu und Tefnut zeugte. In der II. Dynastie wurde er mit Re verbunden und repräsentierte die untergehende Sonne. Im Totenbuch durchfährt Re in der Erscheinungsform des Atum die nächtliche Welt. So blieb Atum der Vorläufer des Re. Seine heiligen Tiere waren der Löwe, die Schlange und das Ichneumon.

Bastet  

Katzengöttin, ursprünglich vielleicht eine Löwengöttin. Darstellung als Frau mit Katzenkopf. Sie war die Göttin der Stadt Bubastis, die ihr ihren Namen verdankt. Bastet wurde vor allem in der XXII. Dynastie in Bubastis verehrt. Manchmal wurde sie als Erscheinungsform der Hathor oder Sachmet angesehen, mit den Zügen einr gütigen Göttin als Gegensatz zur wilden Sachmet. Als der Einfluß de Sonnenkults vorherrschend war, in der Epoche des Synkretismus, verband man sie mit der "fernen Göttin". Einer anderen Legende nach wurde Bastet von Re nach einem Skorpionstich geheilt.

Bes

Zusammen mit Thoeris eine Schutzgottheit der Häuser, der mit seiner Hässlichkeit böse Geister und Dämonen vertreiben sollte. Er wurde als bärtiger Zwerges mit heraushängender Zunge, krummen Beinen und langem Leopardenschwanz dargestellt. Mit Thoeris beschützte er Wöchnerinnen und Schlafende. Bes war auch ein Gott des Tanzes und fröhlicher Veranstaltungen, oft wird er ein Tamburin schlagend dargestellt. Er war vermutlich fremden Ursprungs.

Chnum

Widderköpfiger Schöpfergott, der die Menschen aus Ton auf einer Töpferscheibe formt

Chons     

In Karnak verehrter Mondgott, als solche erscheint er auch in den Pyramidentexten. Dargestellt wurde er in Menschengestalt  und trägt auf seinem kopf Mondsichel und Mondscheibe, wobei er wie Osiris und Ptah in ein Leintuch gewickelt ist. Er tritt außerdem auch in der Gestalt eines Kindes auf. Als Amun sich in Theben niederließ, wurde Chons mit ihm als sein Sohn verbunden. In späterer Zeit wurde Chons als "Gottheit, der die Geister des Bösen entfernt" dargestellt und als Heilgott in einer Erzählung, in der er die Prinzessin von Bachtan heilt und dabei auch Propaganda für die Priesterschaft von Theben macht.

Geb   

Erdgott, Mitglied der heliopolitanischen Neunheit. Einem alten Mythos zufolge zeugte er mit Nut die Sonne. Im heliopolitanischen System gilt er als Sohn des Schu und der Tefnut, sowie als Gatte und Bruder der Nut und Vater von Osiris, Isis, Seth und Nepthys. Nach den Pyramidentexten regierte er als Nachfolger des Atum. Geb wurde in Gestalt eines Mannes dargestellt, der manchmal eine Gans auf dem Kopf trägt, die Hieroglyphe, mit der sein Name geschrieben wird. Er besaß ein Heiligtum in Bata, in der Nähe von Heliopolis.

Hapi

Gott des Nils und der Überschwemmung, das Wort "Hapi" bezeichnet gleichzeitig den Nil selbst

Hathor

Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und des Tanzes. Tochter des Re. Re sendet Hathor einmal aus um das ungehorsame Menschengeschlecht zu vernichten. Er erschrak über ihr Wüten und beschloß, einige Menschen zu verschonen. Er gab ihr einen Trank, an dem sie sich berauschte und einschlief. Die Menschheit kam so noch einmal davon. DieÄgypter hatten sich ihre weiblichen Götter sanft und mütterlich gewünscht, doch sie zeigen sich sehr launisch und unberechenbar.

Heka

Gott der Magie, gehörte zum Gefolge des Re auf der Barke in der Unterwelt. Ohne ihn war es Re nicht möglich gegen Aphohis zu gewinnen

Heket  

Horus

Falkenköpfiger Gott des Lichtes, Sohn des Osiris und der Isis. Jeder Pharao verstand sich als Inkarnation des Horus

Imentet

Isis

"Die Zauberreiche". Muttergöttin, Schwester und Gattin des Osiris. Mutter des Horus. Dargestellt wurde sie mit einem Thron auf dem Kopf. Isis fuhr u. a. auch am Bug der Sonnenbarke im Gefolge des Re durch das Totenreich. Sie ist mit Nephtys, Neith und Selket eine der 4 Schutzgöttinnen über die mufizierten Eingeweide der Toten. Ihr gelang es, den Sonnengott Re selbst zu überlisten, indem sie einen Skorpion entsandte, der Re stach. Als Preis für eine Heilung verlangte Isis, den wahren Namen Re´s zu erfahren. Dadurch, daß sie diesen nun kennt, hat Isis Macht über Re erhalten. In der Spätzeit verschmolz Isis mit der griechischen Göttin Aphrodite zu Isis-Aphrodite, ihr Kult dehnte sich über den gesamten Mittelmehrraum aus.

Krophi

Zusammen mit Mophi in Assuan verehrter Flußgott, der, unter den Felsen hockend, die Wasser des Nils in Bewegung bringt.

Maat

Göttin der Gerechtigkeit, der Ordnung und des Maßes; Tochter des Re. Symbol für Maat war die Feder, mit der sie auch dargestellt wurde. Gegen ihre Feder wurde das Herz der Verstorbenen vor dem Totengericht von Anubis gewogen, vom Ergebnis hingen Ewigkeit oder entgültiger Tod ab.

Meret-Seger

"Die das Schweigen liebt". Sie galt als Inkarnation des Berges El Qurn im Tal der Könige. Sie war die Schutzgöttin der Nekropolen, dargestellt wurde sie als Frau mit einem Schlangenkopf.

Min

Mophi

Zusammen mit Krophi in Assuan verehrter Flußgott, der, unter den Felsen hockend, die Wasser des Nils in Bewegung bringt.

Month

Mut

Nechbet

Geiergöttin, Schutzgöttin von Oberägypten. Ihr Symbol war der Geier, zusammen mit Uto Teil des Königsschmuckes auf der Königskrone.

Nefertem

Der "Herr der Nase". Er war der Gott der Wohlgerüche und Sohn des Ptah und der Göttin Sachmet, mit denen er die Göttertriade von Memphis bildete. Er wurde meist mit einer Lotosblume auf dem Kopf dagestellt.

Neith   

Diese Göttin stammt aus Sais, wo sie seit jeher verehrt wurde. wahrscheinlich war sie ursprünglich eine Gottheit mit kriegerischem Charakter, ihre Attribute waren Bogen und Pfeile. In prädynastischer Zeit wurde sie zur Göttin des Deltas und trug die rote Krone des Nordens, die eines ihrer Attribute blieb. Sie brachte den Menschen die Kunst des Webens und wurde in Griechenland mit Athene gleichgesetzt. Ihr Kult weitete sich auf Oberägypten aus. In Esna bildete sie mit Satis und Chnum eine Triade. Zusammen mit Isis, Nepthys und Selket eine Schützgöttin der Eingeweide der Toten. In der Saitenzeit wurde ihre Stadt zu Hauptstadt erhoben, wodurch sie für einige Jahrzehnte Reichsgottheit war.

 

 

Neunheit

Nut

Himmelsgöttin, Schwester des Geb.

Osiris

König des Totenreiches, ürsprünglich ein Fruchtbarkeitsgott. Gatte und Bruder der Isis, Bruder des Seth und Vater des Horus. Er wurde von sinem bösen Bruder Seth getötet und wurde Herrscher des Totenreiches.

Ptah    

Lokalgott von Memphis. Er wurde in Gestalt eines Menschen dargestellt, der in ein enganliegendes Leichentuch eingewickelt ist. Sein Ruhm beruhte auf seinem Urspungsort, der Region von Memphis. Er wurde der Schutzherr der Monarchie und der "Sed-Feste", dem Jubiläumsfest der Pharaonen. Ein Stier, der unter dem Namen Apis verehrt wurde, galt als Seele des Ptah. Auch Sokar und Osiris wurden mit Ptah verbunden. Die Theologie der Priester von Memphis machte ihn zu einem Schöpfergott, den Herrn der Neunheit und Schutzherrn der Handwerker. Mit seiner Gattin Sachmet und seinem Sohn Nefertem bildete er die mephitische Triade. Seine Priesterschaft war eine der mächtigsten in Ägypten.

Re

Sonnengott, Hauptgottheit Ägyptens.

Renenutet

Diese Göttin wurde in Gestalt einer Frau mit Uräenkopf dargestellt. Als Beschützerin des Pharaos setzte man sie mit der Göttin Wadjet (Uto) gleich. Als Fruchtbarkeits- und Erntegöttin wurde sie auch mit Osiris verbunden. Sie symbolisierte die magische Kraft des Leinekleides, das der Pharao trug und galt auch als Schicksalsgöttin. Manchmal wurde sie auch mit Maat gleichgesetzt.

Sachmet         

"Die Mächtige",die Löwengöttin von Rehesu. In der mephitischen Triade galt sie als Frau des Ptah und Mutter des Lotusgottes Nefertem. Als Kriegsgottheit wurde sie als Frau mit einem Löwenkopf und Sonnenscheibe auf dem Kopf dargestellt. Die Sonnenscheibe erinnert daran, dass sie wie Hathor das Auge des Re war, die Vernichterin der Menschen und verantwortlich für die Epidemien die sich in Ägypten ausbreiteten. Um diese gefährliche Göttin gnädig zu stimmen, schuf man ein Ritual, das Sachmet besänftigen sollte. Die Priester der Göttin bildeten eine Gemeinschaft von Heilern, die mit magischen Praktiken gegen Krankheiten kämpften.

Sched

Selket

Skorpiongöttin

Seschat   

Göttin der Schrift und des Rechnens. Die Göttin der Schreibkunst. Sie wurde als mit einem Pantherfell bekleidete Frau dargestellt, die eine Schreiberpalette und einen Papyrusstengel in der Hand hält. An ihrer Perücke war eine Art Rosette befestigt. Ihr Name tauchte zum ersten Mal in der Thinitenzeit auf, in der sie dem Pharao bei bestimmten Zeremonien assistierte.

Seth

Kämpferischer Wüstengott, auch Gott des Bösen. Tötete seinen Bruder Osiris. Seth war ein Mitglied er "Großen ägyptischen Staatstriade".

Sobek   

Tefnut

"Die Feuchte", Göttin der Feuchtigkeit. Schwester des Geb

Thoeris  

Thoth

Gott der Weisheit und des Mondes. Er gilt als der Erfinder der Schrift

Upuaut 

Dieser Totengott, dessen Name "der die Wege öffnet" bedeutet, bahnte den Seelen den Weg in den Amenti. Er erscheint in den Ritualen von Abydos, als Sohn des Osiris, deshalb identifizierte man ihn manchmal mit Horus. Die Pyramidentexte nennen ihn "geboren in Buto". Er war der Schakal-Gott des 13. Gaues der Sykomoren und dessen Hauptstadt Assiut. In anderen Orten war er früh durch Anubis ersetzt worden, mit dem er identifiziert wurde. In der prädynastischen Zeit war Upuaut "der dem Westen vorsteht", ein Titel, der für ihn nicht, wie bei Osiris in Abydos, mit dem Jenseits verbunden war. Bei Upuaut verwies der Titel auf seine Rolle als Gott von Buto, der den Gauen des Westdeltas vorstand.

 

Uto    

Auch Wadjed genannt. Sie war die Schlangengöttin und Schutzgöttin von Unterägypten. Ihr Symbol, die Schlange, war mit dem Geier, dem Symbol der Göttin Nechbet, Teil des Königsschmuckes auf der Königskrone.

Hier möchte ich euch noch einige bildliche Darstellungen der Gottheiten zeigen

 

 

             Lexikon des Alten Ägypten

 

    

            

 Quellen: Ägypten - Menschen, Götter, Pharaonen

 

Nepthys

Apohpis  

Die Inschriften des Alten Reiches erwähnen ihn nur selten, man findet ihn vor allem in der hermopolitanischen Achtheit, an der Seite seines weiblichen Gegenstücks, Amaunet. Sein Ursprung lag vielleicht in der Nähe von Hermonthis. Es wurde auch die Hypothese vertreten, er sei eine alte Himmelsgottheit. In der XI. Dynastie erlangte Amun eine gewisse Bedeutung, als Theben die Hauptstadt Ägyptens wurde und er, verbunden mit Re, seinen Tempel in Karnak bekam. Mit der XII. Dynastie unter Amenemhet I. - IV. wurde Amun der Reichsgott von Ägypten und blieb es bis zur Spätzeit. Die XVIII. Dynastie machte aus ihm den beherrschenden Gott des ägyptischen Reiches. Nach der kurzen Entmachtung durch die Aton-Reform Echnatons, triumphierte Amun erneut mit den Herrschern der XIX. Dynastie und schließlich regierte seine eigene Priesterschaft Ägypten durch ihre Priesterkönige. In der Spätzeit verlor er an Ansehen, wurde aber trotzdem nicht weniger von den Königen dieser Epoche verehrt. Amun wurde sitzend, das Zepter und das Anch-Zeichen haltend oder stehend mit zwei hohen Federkronen auf dem Kopf dargestellt. Verbunden mit Re erscheint er gewöhnlich unter dem Namen Amun-Re. Als König der Götter wurde er auch als Amunresonther bezeichnet. Später trat er als Schöpfergott auf, aus dem Nun ersteigend, die hermopolitanische Achtheit und danach die Welt durch die Macht seines Wortes erschaffend. Außerdem gab ihm die Theologie ihm die Göttin Mut zur Frau und Chons zum Sohn. Amun-Re war der "Stier von Hermopolis", sein Symboltier war aber auch der Widder. Als Herr aller Länder war er auch "Herr der Ewigkeit", der Erschaffer des Lichts, das die Götter und Menschen verherrlichen die einzelne Urform, die alles erschaffen hat, was existiert. Amun war auch noch der "Herr der Gerechtigkeit" (in der Form von Maat); der Gott, dessen Schönheit "die Herzen fesselt", der Gott des Mitleides gegenüber der Armen, den Gefangenen, Witwen und Waisen, der Gott der Güte, Hirte, der verzeiht und das Flehen der Menschen erhört; der Wesir der Armen. Amun war eine beträchtliche Zahl an Hymnen und Gebeten, meistens aus dem Neuen Reich, gewidmet. 

 

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